Einleitung

"Denn das letzte Ziel wird die Erstellung eines zentralen Zettelkatalogs aller Würzburger Totenzettel bilden, der zur Benützung in einem Archiv bereitzustellen ist und ein wichtiges Hilfsmittel für die mainfränkische Sippenforschung darstellen wird". Mit diesem Wunsch endet ein Aufsatz von Dr. Heinrich Endres "Zur Geschichte der Würzburger Totenzettel" aus dem Jahre 1938. Heute, 66 Jahre später, ist dieses Ziel mit Hilfe der EDV-Technik erreicht. Die aus drei, unten näher dargestellten Sammlungen stammenden Würzburger Totenzettel wurden in einer Datenbank erfaßt. Die Universitätsbibliothek Würzburg stellte dazu die Software LARS, version 5.62p-N4.00/8, zur Verfügung. Anschließend entwickelten Studenten und Mitarbeiter des Lehrstuhls Informatik II der Universität Würzburg ein Programm, das die Datenbank onlinefähig machte. In Kürze erfolgt die Einstellung in das Netz. Die Totenzettel sind also voraussichtlich ab 01.03.2005 online recherchierbar und stehen damit unter www.bayerische-landesbibliothek-online.de sowie unter www.bibliothek.uni-wuerzburg.de ("Digitale Bibliothek") jedermann zu Forschungszwecken zur Verfügung.

Die nachfolgenden Zeilen wollen die "Würzburger Totenzettel" vorstellen, indem sie ihr geschichtliches Herkommen aufzeigen sowie einen Überblick über den Zeitraum ihrer Verwendung und über ihren Inhalt bieten. Damit wird zugleich auch ein Bild von den drei in der Datenbank erfaßten Sammlungen skizziert. Schließlich sollen die Erfassungsmaske erläutert und Hinweise für die Recherche gegeben werden. Die Frage, wie die Totenzettel als Quelle einzuordnen sind, spielt hierbei eine wichtige Rolle.